Pfarrgemeinde Sankt Oswald

Die Pfarrgeschichte in Kurzform



Schon in frühen Jahren war von einer Pfarrkirche in Lienheim die Rede. Im Jahre 1245 wurde erstmals eine „Capella“ in Lienheim erwähnt. Zur sehr früh erwähnten Urkirche von Hohentengen, sie erstreckte sich von Küssnach bis Eglisau, zählte auch Lienheim. Vermutlich hatte sich Lienheim als erste aus diesem Verband gelöst. Dann ist von einer Besonderheit zu lesen, dass in Lienheim zwei Kirchen existierten.

Die untere Kirche, die St.-Peters-Kirche dürfte als Eigenkirche des Ortsadels im 11. - 12. Jahrhundert gegründet worden sein.

Die obere Kirche, die St.-Georgs-Kirche wurde vermutlich vom Kloster Wettingen zwischen 1227 und 1245 gegründet. Anfangs war sie nur als Kapelle und ab 1248 als Kirche bezeichnet.

Pfarrkirche St. Oswald, LienheimAus wirtschaftlichen Gründen wurden die beiden Pfarrpfründe im Jahre 1467 zusammengelegt. Die obere Kirche verlor immer mehr an Bedeutung und ist in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts völlig eingegangen.

Die untere Kirche war immer wieder reparaturbedürftig. Im Jahr 1555 wurde diese von Grund auf neu gebaut und war damals schon dem heiligen Oswald geweiht. Dieser Patron blieb der Pfarrei bis heute erhalten.

Ausführliche Beschreibung sind im Kirchenführer „Lienheim St. Oswald  876 -1976“ von Judith und Hans Jakob Wörner in Zusammenarbeit mit Pfarrer Joachim Lichy zusammengetragen. Mit dem geschichtlichen Hintergrund der Lienheimer Kiche hat sich Dr. Eugen Sigg aus Kandel in seiner Chronik „Die Lienheimer Dorfkirche 1723 – 1839“ auseinandergesetzt.