Pfarrgemeinde Sankt Michael

Die Pfarrgeschichte in Kurzform



Pfarrkirche St. Michael, Rheinheim

Pfarrkirche St. Michael, Rheinheim Die St.-Michael-Kirche wurde ursprünglich auf dem Boden eines römischen Brückenkopfes erbaut. Die Brücke überquerte wohl schon um das Jahr 15 vor Christus den Rhein und führte zum Lager der 19. Legion beim heutigen Dangstetten.

Der Kirchturm mit dem Satteldach, der älteste Teil der Kirche, steht auf den Grundmauern der römischen Befestigungsanlage. Über längere Zeit war er Wehrturm und Schutzschild gegen Eindringlinge in der Völkerwandungszeit und danach, was auch eine Schießscharte im Erdgeschoss des Turmes unterstreicht. So überrascht es nicht, das der wehrhafte St. Michael Pfarrpatron der Urpfarrei wurde.

Bis zu einem umfassenden Umbau 1671 existierte an dieser Stelle eine gotische Kirche, wie die Fenster mit Spitzbogen beweisen. Unter dem Bauherren Abt Bernhard I. von Freyburg renovierte man das Gotteshaus grundlegend und richtete es im Barockstil neu ein. Das Hauptschiff der heutigen Kirche wurde wurde durch das Kloster Rheinau im Rahmen dieses Umbaus durch ein Neubau ersetzt. Dabei müssen die Außenmauern mit den gotischen Spitzbogenfenstern wohl übernommen worden sein. Der Innenraum ist mit hervorragenden Kunstwerken im Barockstil ausgestattet.

Erst 1682 weihte man den neu entstandenen Bau zu Ehren des alten Pfarrpatrons St. Michael.

Filialkirche St. Anna, Dangstetten

Filialkirche St. Anna, Dangstetten An der Stelle des heutigen Ortsteils Dangstetten befand sich um 15 vor Christus das Lager der XIX. römischen Legion. Um 1122 nach Christus wird die Ortschaft Tancstetin, vom Adelsname Tanko abgeleitet, erwähnt. Dangstetten gehörte früher zum Besitz des Klosters St. Blasien, heute zur Gemeinde Küssaberg. Der Ortsteil ist heute eine kirchlich Filiale von Rheinheim. Die Kirche Unserer Lieben Frau aus dem Jahr 1536 wurde später zur St.-Anna-Kirche. Nach dem Abbruch im Jahr 1899 wurde die heutige Filialkirche im Jahr 1900 - 1901 neu erbaut. Kapelle St. Antonius (Kreuzhäusle) von 1668, in jüngerer Zeit neuerbaut.

Kirchengebäude
Die St.-Anna-Kirche ist ein im neugotischen Stil errichteter Bau, der 1901 eingeweiht wurde. Dem flach gedeckten Saalraum fügt sich im Osten ein dreiseitig geschlossener Chorraum mit Rippenwölbung an. Hier stand ursprünglich ein neugotischer Schnitzaltar, der jedoch 1968 im Zuge der Liturgiereform entfernt wurde.

Der Altar
Heute erhebt sich im Chor ein Flügelaltar mit einer plastischen Darstellung der Kirchenpatronin Anna im Zentrum. Die Gemälde auf den Flügeln zeigen links die Hl. Verena, rechts die Hl. Katharina von Alexandrien. Der Altar stammt aus der Werkstatt der Gebrüder Mezger in Überlingen. Im Chorraum findet sich auch eines der ältesten Ausstattungsstücke, der Sanktusengel mit Kerze an der Nordwand, der noch aus dem 16. Jahrhundert stammen soll.

St. Martin-Kapelle, Bechtersbohl

Filialkapelle St. Martin, BechtersbohlDie Kapelle in Bechtersbohl entstand nach dem Dreißigjährigen Krieg, in dem der Ort samt Kirche von den Schweden niedergebrannt wurde. So erscheint über dem Kircheneingang die Datierung 1670. Bemerkenswert ist die Kantenquaderung an Kirchenschiff und Turm, der sich östlich an den Chorraum anschließt. Die Kapelle ist dem Hl. Martin von Tours geweiht. Sein Gedenktag feiern wir jeweils um den 11. November.

Von der ursprünglich barocken Ausstattung haben sich die Figuren der beiden Apostel Petrus und Paulus am Altar erhalten. Der Altar selbst ist vermutlich erst Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden.

St. Antonius-Kapelle, Küßnach

Filialkapelle St. Antonius, KüßnachDie Kapelle aus dem Jahr 1687 ist eine Stiftung des letzten männlichen Sprosses der Familie Sulz-Brandis, Landgraf Johann Ludwig II. im Klettgau. Geweiht wurde das Gotteshaus am 21. Mai 1695 durch den Bischof von Konstanz zu Ehren des Hl. Antonius Eremita. Erst 1910 ist urkundlich der Hl. Antonius von Padua (13. Juni) als Patron genannt.

Der barocke Hochaltar stammt aus dem Jahr 1752 sowie die Strahlenkranz-Madonna aus dem Jahr 1550, welche aus der 1634 zerstörten Küssaburg-Kapelle stammen soll. Ebenfalls zur Ausstattung der Kapelle gehört die spätbarocke Figur des Hl. Antonius von Padua mit Jesuskind.

St. Josef-Kapelle, Reckingen

Filialkapelle St. Josef, ReckingenDie schlichte rechteckige Kapelle mit Apsis und Dachreiter, die inmitten des Dorfes liegt, zeigt über dem Portal die Jahreszahl 1759, dürfte aber etwa 100 Jahre älter sein. Das Gotteshaus ist dem Hl. Josef (19. März) geweiht.

Im Innern bewahrt sie einen bemerkenswerten zweisäuligen Barockaltar von 1680, der wohl aus dem Kloster Rheinau stammt. Der ursprünglich Maria geweihte Altar wurde 1750 mit einem Bildnis des Kapellenpatrons an Josef umgewidmet. Flankiert wird er von Skulpturen Johannes des Täufers und des Apostels Petrus, die wohl auch um 1750 entstanden.

Kirchenführer

Mehr zur Geschichte der Pfarrei Sankt Michael, sowie den Kirchen und Kapellen erfahren Sie im Kirchenführer "Kirchen und Kapellen der Pfarrei St. Michael zu Rheinheim", welche Sie käuflich im Pfarrbüro Küssaberg erwerben können.